Einfach mal prüfen!

Was bieten Programme zur Textprüfung für Leichte und Einfache Sprache?

Wo es viele Regeln gibt, kann man viel falsch machen. Das erleben wir ständig beim Schreiben. Und wir sind froh, wenn uns ein Programm zur Rechtschreibprüfung auf Fehler hinweist (auch wenn mitunter Richtiges angekreidet und Falsches übersehen wird!). Mit Regeln gespickt ist auch die Leichte bzw. Einfache Sprache (vgl. hierzu den Beitrag Hauptsache verständlich!). Nur sind diese Regeln – über die Rechtschreibung hinaus – speziell auf Verständlichkeit gerichtet. Beispielsweise sollen Wörter oder Sätze kurz und einfach sein. Wieweit kann ein Programm prüfen, ob diese Regeln in einem Text eingehalten werden?  Weiterlesen

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Ist die Botschaft klar?

Politische Texte kommen besser rüber, wenn sie verständlich sind!

Demokratie neu denken – von unten aus stärken – mit allen gestalten. Das streben viele Bewegungen, Parteien und Verbände an. Allerdings ist es nicht leicht, diese politischen Anliegen auch verständlich und ansprechend zu vermitteln. Auf Plakaten und Spruchbändern kommen sie meist gut rüber: schnell erfassbar und einprägsam.

Doch wie verständlich sind längere Aufrufe, Programme oder Informationen über Gremien und Stimmrecht?  Weiterlesen

Hauptsache verständlich!

Ein Streifzug durch die Regeln für Klare, Einfache und Leichte Sprache

Wir alle wissen wie schwer es ist, Texte von Behörden oder Beipackzettel für Patienten zu entziffern. Doch viele Menschen bei uns haben ständig mit schwierigem Deutsch zu kämpfen: rund 7,5 Mio. Menschen können zwar einzelne Wörter oder Sätze lesen, aber Texte nicht eigenständig erschließen. Weitere 13 Mio. scheitern an fachlichen Texten (vgl. leo-Studie 2011). Zudem ist für etwa 1 Mio. Menschen in unserem Land Deutsch die Zweitsprache (vgl. RAM-Studie 2008). Und besonders schwer haben es Menschen, die fast gar nicht lesen können, meist infolge einer Lernschwäche oder Behinderung (allein 0,5 Mio. mit Lesestörung: Langenfeld 2006).

Nichts liegt näher als für diese Zielgruppen ein verständlicheres Deutsch anzubieten, das zum Lesen und Lernen ermuntert. Vorab ein anschauliches Beispiel:

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Update beim Duden

5000 Wörter sind in den Duden neu aufgenommen worden. Sie reichen von Berliner Klassikern wie ick/icke (ich) und Späti (Spätverkauf) bis hin zu modernen Begriffen wie Selfie (mit der Digitalkamera aufgenommenes Selbstporträt). Der Duden will weg vom Image des angestaubten Nachschlagewerks und auch Spaß an Sprache vermitteln (Gisela Gross/dpa). Mit jeder Auflage werden neue Entwicklungen im Wortschatz abgebildet. Uns interessiert, welche Wörter diesmal aus anderen Sprachen dazugekommen sind: Wie weltoffen ist der Duden? Weiterlesen

Beipackzettel – versteh ich nicht!

Eine Erkundung der Chancen und Hürden für Patienteninfos in klarer Sprache

Wer kennt nicht diese nervigen Beilagen für Arzneimittel: verwirrend gefaltet, unleserlich klein gedruckt, gespickt mit Medizinerlatein, und was man erfährt sind vor allem die schrecklichen Nebenwirkungen. Das Problem ist längst erkannt: Viele Patienten sind mit den Beipackzetteln überfordert, lesen sie oft gar nicht oder missverstehen was drin steht oder verzichten völlig verunsichert auf die Arznei. Es ist also höchste Zeit, für verständliche Patienteninformationen zu sorgen (1). An Vorschlägen fehlt es nicht, nur tut sich bisher wenig – sind praktikable Lösungen in Sicht? Weiterlesen

Bleibt uns da die Sprache weg?

Einer meiner vier erwachsenen Enkelsöhne (noch kein Vater) hat am Himmelfahrtstag mit seinen Kumpels natürlich eine Vatertags-Tour unternommen, und zwar auf dem Wasser in einem BBQ-Donut. Auf mein ahnungsloses „Was ist das?“ hin zückte er sein Smartphone, wischte kurz auf dem Display herum und zeigte mir dieses Foto: Weiterlesen

Lesen – einfach für alle?!

„…Ich bereite die Landung vor, beuge mich nach vorne. Der Schirm stürzt in die Tiefe. Mit großer Geschwindigkeit rase ich hinab. Ich fliege dreitausend Meter hoch. Zweitausend. Tausend. Ich habe alles unter Kontrolle.
Der Landeplatz kommt immer näher. Der Schirm öffnet sich weiter. Sanft lande ich auf dem Boden. Wie ein Schmetterling auf einer Blüte.
Dann kommt der Tag, an dem alles anders ist. Ich lande ohne zu bremsen im grünen Gras. Noch weiß ich nicht, dass sich mein Leben für immer ändern wird…“

Diesen Ausschnitt aus „Ziemlich beste Freunde“(*) können fast alle verstehen. Warum? Weiterlesen