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Unser sprachliches Umfeld ist in Bewegung. Nicht nur breitet sich Englisch als Lingua franca aus, auch Zugewanderte bringen ihre Sprache und Kultur mit. Sprachliche Vielfalt ist in Europa angesagt. Wie gehen wir damit um? Was ändert sich in unserer Sprache und unseren Vorstellungen? Wir laden ein zum Gedankenaustausch!

Neu auf Multisprech: 

Multisprech ist ein Gemeinschaftswerk (> siehe Kontakt) und vereint Beiträge aus mehreren Blogs bzw. Themenbereichen:

Sprachvielfalt # Einfache Sprache # Sprachkritik # AngliLupe 

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Hinweis > Am 16.09.2020 startet das Infoportal Einfache Sprache. Viele Infoseiten von Multisprech zur Einfachen Sprache sind jetzt auf dem Infoportal zu sehen ( > Was bietet das Infoportal?).

CORONA als verbaler Superspreader

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Sprachliche Begleiterscheinungen der CORONA-Pandemie

Wer hätte vor einigen Jahren verstanden, was ein superspreader ist. Im Frühjahr 2020 wuchsen in der ganzen Welt das Unbehagen und allmählich das Wissen um eine bis dahin unbekannte gesundheitliche Bedrohung für die Menschheit. Mit dem Virus Covid 19 tauchten viele neue Bezeichnungen für veränderte Lebensbedingungen auf. Sie kamen in der Regel aus dem englischen Sprachraum (z.B. shelter-at-home order, home office, remote work, lockdown, shutdown, quarantine usw.). Auch in Deutschland und sehr wahrscheinlich überall in der Welt gab es einen dynamischen Wortschöpfungspozess, der häufig englischsprachige Entlehnungen einbezog. Für das Ausgehverbot oder das lange Wort Aufenthaltsbeschränkung schienen die englischen Entsprechungen griffiger, weil kürzer, zu sein. Der superspreader (to spread – (sich) verbreiten) nimmt in der deutschen Definition bei Wikipedia mehrere Zeilen ein. Im Übrigen hat dieser medizinische Fachterminus seine Bedeutung ausgedehnt. Der britische Guardian (11.04.21) zitiert aus einer neueren amerikanischen Studie, in der rightwing superspreaders on social media für die Verbreitung falscher Informationen zur Wahl des Präsidenten Biden mitverantwortlich gemacht werden. Weiterlesen

Sprachliche Bilder in stürmischen Zeiten

Journalisten gehen in der Regel sehr kreativ mit der Sprache um. Dennoch gibt es in den Zeitungen mitunter ziemlich trockene Texte und abgegriffene Klischees. Ein bekannter Medienexperte plädierte deshalb in Focus Online (28.02.20) für einen ´kreativeren Journalismus`. Seine Forderung: “Emotionen ansprechen… wieder hin zu einer metaphorischen Sprache… starke Bilder nutzen.“ Weiterlesen

Pidgin für Profis

Schönheit, Mode oder partnerschaftliche Beziehungen spielen im Internet und besonders in Frauenzeitschriften eine große Rolle. Dem deutschen Sprachnutzer sind dabei viele eigenwillige Wortschöpfungen nicht von vornherein verständlich. Es sind vor allem die Anglizismen, die oft für Verwirrung sorgen. Weiterlesen

Das ultimative Blending

Brexit (Britain’s Exit) steht als lebhafter Beweis für ein sich ausbreitendes Neologismus-Phänomen, dem schon viele Namen gegeben wurden. Wir finden es unter Mischwort, Koppelwort, Kofferwort, Wortkreuzung (oder Kreuzungswort), Kombiwort, Wortverschmelzung (oder Verschmelzungswort), Wortverschränkung, Schachtelwort, Tandemwort u.v.a.m.

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Beim Namen genannt

Heutige neuere Produkte und Erfindungen tragen oft merkwürdige Namen, die man eigens für sie ersonnen hat. An diversen Automarken lässt sich das gut ablesen. Es gibt sogar Firmen, die auf Namensfindungen spezialisiert sind und dazu ihre Dienste anbieten. – Anders verhält es sich dagegen bei schon länger bestehenden Erfindungen, Entdeckungen oder Produkten. Die nämlich tragen meist den Namen ihrer Schöpfer. Damit betreten wir das Feld der Deonyme und Eponyme. So haben z.B. die meisten Autos (noch) einen Otto– oder Dieselmotor, wofür auf Litfaßsäulen zuweilen noch geworben wird. Weiterlesen

Merk-würdig?

Sammler sprachlicher Kuriositäten haben es heutzutage wegen des üppigen Medienangebots leicht. Man kann in der Presse mühelos Beispiele finden, im Deutschen wie im Englischen, und das Internet liefert frei Haus. Das Angebot an Schwachsinn ist riesig, selbst im ernstzunehmenden politischen Kontext. Wie soll man z.B. eine „Verkurzfristigung von politischem Handeln“ verstehen? Das ist geradezu eine Verunmöglichung (beide Beispiele, nicht satirisch gemeint, in den Potsdamer Neuesten Nachrichten v. 01.02.18). Weiterlesen

Update beim Duden

5000 Wörter sind in den Duden neu aufgenommen worden. Sie reichen von Berliner Klassikern wie ick/icke (ich) und Späti (Spätverkauf) bis hin zu modernen Begriffen wie Selfie (mit der Digitalkamera aufgenommenes Selbstporträt). Der Duden will weg vom Image des angestaubten Nachschlagewerks und auch Spaß an Sprache vermitteln (Gisela Gross/dpa). Mit jeder Auflage werden neue Entwicklungen im Wortschatz abgebildet. Uns interessiert, welche Wörter diesmal aus anderen Sprachen dazugekommen sind: Wie weltoffen ist der Duden? Weiterlesen