Einfache Sprache – frei geregelt

Was kennzeichnet Einfache Sprache? Sie ist für Menschen gedacht, die normale Texte nur schwer lesen oder verstehen können (vgl. ABC der Einfachen Sprache). Oft heißt es: Einfache Sprache hat keine verbindlichen Regeln – im Unterschied zur Leichten Sprache. Das stimmt zwar, da es für Leichte Sprache ein Regelwerk – oder besser: mehrere Regelwerke – gibt. Leichte Sprache wurde für und mit Menschen entwickelt, die fast gar nicht lesen können, meist infolge einer Behinderung. Doch Einfache Sprache lässt sich auch anders herleiten: aus Ratgebern für klares, verständliches Deutsch. In diesem Sinne folgt sie ausnahmslos den herkömmlichen Regeln in Grammatik und Rechtschreibung. Was also ist das Besondere an Einfacher Sprache? Wie kann sie für Menschen mit Leseschwächen ansprechend und verständlich sein? Weiterlesen

Das ultimative Blending

Brexit (Britain’s Exit) steht als lebhafter Beweis für ein sich ausbreitendes Neologismus-Phänomen, dem schon viele Namen gegeben wurden. Wir finden es unter Mischwort, Koppelwort, Kofferwort, Wortkreuzung (oder Kreuzungswort), Kombiwort, Wortverschmelzung (oder Verschmelzungswort), Wortverschränkung, Schachtelwort, Tandemwort u.v.a.m.

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Beim Namen genannt

Heutige neuere Produkte und Erfindungen tragen oft merkwürdige Namen, die man eigens für sie ersonnen hat. An diversen Automarken lässt sich das gut ablesen. Es gibt sogar Firmen, die auf Namensfindungen spezialisiert sind und dazu ihre Dienste anbieten. – Anders verhält es sich dagegen bei schon länger bestehenden Erfindungen, Entdeckungen oder Produkten. Die nämlich tragen meist den Namen ihrer Schöpfer. Damit betreten wir das Feld der Deonyme und Eponyme. So haben z.B. die meisten Autos (noch) einen Otto– oder Dieselmotor, wofür auf Litfaßsäulen zuweilen noch geworben wird. Weiterlesen

Leichte Texte schnell getestet

Einblicke in das Prüfprogramm LanguageTool für Leichte Sprache

Es ist gar nicht leicht, Texte leicht lesbar zu schreiben. Doch diese Texte werden überall gebraucht (vgl. Alles klar?!). Immer mehr Menschen lernen, verständlich zu formulieren. Hilfreich ist es, einen entworfenen Text zu prüfen: Sind die wichtigsten sprachlichen Hürden beseitigt? Oder gibt es da noch schwierige Wörter, überlange Sätze und komplizierte Formulierungen? Für eine solche Prüfung gibt es Software (vgl. Einfach mal prüfen!). Sehen wir uns diesmal das Prüfprogramm LanguageTool für Leichte Sprache genauer an. Wie kann man das Prüfprogramm nutzen? Wieweit werden Verstöße gegen Regeln erkannt? Wie könnte die Textprüfung noch verbessert werden? Weiterlesen

Die Sprache in den Zeiten —– Die Zeiten in der Sprache

Unsere Sprache bildet vieles ab, auch die zeitlichen Aspekte wie z.B. Gegenwart und Vergangenheit. Vor allem Wörter und Wendungen wandeln sich mit der Zeit. Sehen wir uns genauer an, wie Sprache und Zeit miteinander umgehen.

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Einfach oder leicht getextet?

Ein Test zum Vergleich von Texten in Einfacher und Leichter Sprache 

Wer schreibt Texte in Einfacher Sprache, um Menschen das Lesen zu erleichtern? Oft sind es Autoren, die auch Texte in Leichter Sprache für Menschen mit Lernbehinderung schreiben. Sie erschaffen mit Einfacher Sprache eine flexiblere Struktur, die sich grammatisch und stilistisch an der Standardsprache orientiert. Einfache und Leichte Sprache kommen also oft aus der gleichen ‚Schreibwerkstatt‘. Auch die verwendeten Regeln hängen eng miteinander zusammen (vgl. Hauptsache verständlich!). Wieweit aber ähneln bzw. unterscheiden sich die geschaffenen Texte? Weiterlesen

Homonymspaß

Homonyme, auch ‚Teekesselchen‘ genannt, klingen gleich, aber bedeuten nicht das Gleiche. Sie können richtig Spaß machen. Und wenn man sie unter Einbindung von Verben, Adverben und Adjektiven in einem Satz oder Statement nebeneinander stellt, dann wird es lustig. Lustig findet das Rechtschreibprogramm unserer Computer das allerdings nicht. Hier eine kleine Beispielsammlung. Wer kann oder möchte weitere beisteuern? Weiterlesen

Amtsdeutsch adé!?

Ratschläge für eine bürgernahe und verständliche Verwaltungssprache

Kommt ein Brief vom Amt, stellt man sich unwillkürlich auf schwer verdauliche Lektüre ein: Bandwurmsätze, unverständliche Begriffe, verschwurbelte Formulierungen… Es fehlt nicht an Verbesserungsvorschlägen, nur tatsächliche Fortschritte sind rar. Warum das so ist, hat Michaela Blaha (Nur für Eingeweihte?) eindrücklich erörtert. Am spürbarsten sind Bemühungen, amtliche Texte für Menschen mit Lernschwierigkeiten und geistigen Behinderungen zugänglich zu machen (vgl. Artikel von Uwe Roth). Für die Allgemeinheit indes wird seit langem eine „einfache, verständliche“ Verwaltungssprache gefordert. Wie soll diese Sprache aussehen? Welche Leitfäden für die Verwaltungssprache gibt es? Was können Wegweiser zu ‚klarer‘ und ‚einfacher‘ Sprache beitragen? Weiterlesen