Einfache Sprache neu denken: Rolle im sprachlichen Umfeld

Vorwort zur Reihe „Einfache Sprache neu denken“

Die neuen DIN-Normen*) regen uns an, Einfache Sprache neu zu denken (vgl. Einfache Sprache ist jetzt geregelt). Maßgeblich sind die internationalen Grundsätze und Leitlinien und die sprachspezifischen Festlegungen für das Deutsche (jetzt zusammen als Handbuch erhältlich). Die Einfache Sprache macht Texte für ein allgemeines Lesepublikum verständlich. Die Normen können dazu beitragen, einen Standard der verständlichen Sprache zu entwickeln.
Wir haben bereits die Anstöße der DIN-Normen für die Einfache Sprache umrissen: in unserem ersten Blogbeitrag und dem nachfolgenden Gedankenaustausch von Sprachprofis. Im folgenden Beitrag wollen wir genauer erkunden, welche Rolle die Einfache Sprache im sprachlichen Umfeld spielt. Dabei stellen wir die Einfache Sprache anderen Sprachvarianten gegenüber. Als Ergebnis entwerfen wir eine neue Struktur der Sprachlandschaft. In einem dritten Beitrag werden wir testen, wie man die Einfache Sprache auf Verständlichkeit prüfen kann.

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Einfache Sprache neu denken: Anstöße aus den DIN-Normen

Vorwort zur Reihe „Einfache Sprache neu denken“

Mit den neuen DIN-Normen*) ist die Einfache Sprache aus dem Schatten der Leichten Sprache getreten. Für die Einfache Sprache gelten jetzt internationale Grundsätze und Leitlinien (DIN ISO 24495-1) und sprachspezifische Festlegungen für das Deutsche (DIN 8581-1). Die Einfache Sprache macht Texte für ein allgemeines Lesepublikum verständlich. Die Normen können dazu beitragen, einen Standard der verständlichen Sprache zu entwickeln (vgl. Die Einfache Sprache ist jetzt geregelt). Zugleich hat die Künstliche Intelligenz neue Möglichkeiten eröffnet, Einfache Sprache zu erzeugen (siehe KI-Tools für Einfache Sprache). Und der praktische Bedarf an Einfacher Sprache wird sich mit dem Gesetz zur Stärkung der Barrierefreiheit erhöhen (vgl. Beitrag von Uwe Roth).

Diese Ereignisse haben viele Fragen zur Einfachen Sprache aufgeworfen. Wir wollen einige davon aufgreifen, die vor allem auf die praktische Umsetzung der Einfachen Sprache gerichtet sind. Im vorliegenden Beitrag erörtern wir Anstöße aus den DIN-Normen. Nachfolgend werden wir eine Checkliste zu den sprachlichen Merkmalen der Einfachen Sprache vorstellen. Und im dritten Beitrag testen wir, wie man die Einfache Sprache auf Verständlichkeit prüfen kann.

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Einfache Sprache unter einem D·A·CH

Wie ist Einfache Sprache im deutschsprachigen Raum aufgestellt?

Einfache Sprache ist vor allem in drei Ländern verbreitet: in Deutschland, Österreich und der Schweiz (D·A·CH). Sie umfasst hier mehrere Sprachformen zwischen Leichter Sprache und Standardsprache. Darüber hinaus ist sie mit der internationalen Sprachform Plain Language verknüpft. Uns interessiert, wie Einfache Sprache in diesen Ländern aufgestellt ist. Welche Formen und Aktivitäten prägen das Profil der Einfachen Sprache? Gibt es Besonderheiten in den einzelnen Ländern? Weiterlesen

Europa strebt klare Sprache an

Sprache sollte klar und deutlich sein, damit sie möglichst alle Menschen verstehen können. In deutschsprachigen Ländern nennen wir das ‚einfache‘, ‚klare‘, ‚verständliche‘ oder auch ‚bürgernahe‘ Sprache. International gibt es ähnliche Bestrebungen. Weit verbreitet ist die Bewegung für Plain Language. Sie knüpft an Regelungen in den USA für eine verständliche Amtssprache an und ist besonders in englischsprachigen Ländern vertreten.

Im deutschsprachigen Raum verwenden Experten ebenfalls Plain Language: als internationale Entsprechung für Einfache Sprache oder als eigene Dienstleistung, vor allem aber als Maßstab für gesellschaftliche Anerkennung. Doch auch die Europäische Union strebt danach, mit den Menschen in allen Mitgliedsländern verständlich zu kommunizieren. Der Schlüsselbegriff hierfür ist Clear Language (Klare Sprache). Was kennzeichnet sie, insbesondere verglichen mit Plain Language? Weiterlesen

Was heißt hier EINFACH?

Eine Übersicht der Formen, Zielgruppen und Merkmale Einfacher Sprache

In unserer Diskussion um verständliche Sprache taucht zunehmend der Begriff Plain Language auf. Dieser Begriff bezieht sich vor allem auf eine Initiative, die von den USA ausgegangen ist. Dort gibt es eine Verordnung, die die Bundesbehörden zu einer klaren Sprache auffordert. Die Bürger sollen relevante Informationen leicht finden, sofort verstehen und selbst anwenden können. Diese Sprache wendet sich an Menschen mit üblicher Bildung, nicht an Menschen mit Lern- oder Leseschwierigkeiten (Quellen zu Plain Language in Anhang A).

Inzwischen haben sich viele Länder dem Netzwerk Plain Language Association International (PLAIN) angeschlossen. Sie bringen ihre eigenen Ansätze einer einfachen, klaren, bürgernahen oder verständlichen Sprache mit. Beteiligte aus den deutschsprachigen Ländern wollen jetzt eine Gruppe innerhalb von PLAIN aufbauen (DACH = DE/AT/CH). In deren Mittelpunkt steht die Einfache Sprache. Was kann sie in die weltweite Plain Language einbringen? Weiterlesen

Wer bietet Einfache Sprache an?

Ein Überblick zu Angeboten der Einfachen Sprache in deutschsprachigen Ländern

Es ist nicht einfach aufzuspüren, wer alles Einfache Sprache anbietet. Auf den Seiten von Multisprech haben wir bereits Verweise gesammelt:

Das sind schon viele Fundstellen. Und ständig kommen mehr hinzu. Doch uns interessiert, wie Einfache Sprache insgesamt aufgestellt ist. Wie sind die Angebote regional verteilt? Was für Einrichtungen geben einfache Texte heraus? Welchen Stellenwert haben die Veröffentlichungen in Einfacher Sprache? Bieten Textbüros Einfache Sprache nebenher oder hauptsächlich an? Wie aktiv vermitteln sie Einfache Sprache? Weiterlesen