Lesen auf leichtem Level

Welchen Sinn haben Niveaustufen für Einfache und Leichte Sprache?

Texte in Einfacher oder Leichter Sprache sollen möglichst auf die Fähigkeiten ihrer Leserschaft zugeschnitten sein. Daher verweisen viele Anbieter auf die Sprachniveaustufen im Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER). Meist heißt es: Leichte Sprache umfasst die Stufen A1 und A2, während Einfache Sprache von A2 bis B1 reicht. Eine klare Zuordnung! Aber was bedeutet sie konkret? Worauf beziehen sich die Niveaustufen? Kann man sie für Einfache oder Leichte Sprache überhaupt anwenden? Weiterlesen

Klima in Wortwolken

Wie verständlich sind Aufrufe und Nachrichten zu Klimaaktionen?

„Fridays for Future“ ruft zu Aktionen auf: „Klimaschutz jetzt und für alle!“ Doch verstehen alle, worum es geht? Was bedeuten Begriffe wie Klimawandel, 1,5-Grad-Limit, sozial-ökologische Wende, CO2-Ausstoß und fossile Energieträger? Können solche Aufrufe auch Menschen erreichen, denen das Lesen oder die deutsche Sprache schwer fällt? Weiterlesen

Fachwörter leicht erklärt

Typische Beispiele für Fachwörter in leicht verständlichen Informationen.

Über viele Wörter können Leser stolpern – ob Fremdwörter, Anglizismen, Fachwörter oder Bandwurmwörter. In leicht verständlichen Texten sollten diese Wörter möglichst nicht vorkommen. Tatsächlich lassen sich Fremdwörter und Anglizismen häufig ersetzen oder entbehren und Bandwurmwörter auflösen. Doch Fachwörter sind für den Inhalt eines Textes oft unentbehrlich. Deshalb sind sie auch aus Informationen in Einfacher oder Leichter Sprache nicht wegzudenken. Es kommt also darauf an, notwendige Fachwörter verständlich zu erklären. Sehen wir uns dazu typische Beispiele aus leicht lesbaren Info-Texten an. Weiterlesen

Leichter gelesen – besser informiert?

Leicht lesbare Informationen sind gefragt – für Zugewanderte und Deutschlernende, für Menschen mit Behinderungen sowie für eine breitere Öffentlichkeit. Worin aber besteht ihr Wert für die Leser? Inwiefern sind die Texte leichter lesbar? Können sie sogar besser informieren als Angebote in Standardsprache? Um diesen Fragen nachzugehen, wollen wir die leicht lesbaren Texte in der Multisprech-Sammlung Einfach lesen und Einfach für alle genauer untersuchen. Weiterlesen

Pidgin für Profis

Schönheit, Mode oder partnerschaftliche Beziehungen spielen im Internet und besonders in Frauenzeitschriften eine große Rolle. Dem deutschen Sprachnutzer sind dabei viele eigenwillige Wortschöpfungen nicht von vornherein verständlich. Es sind vor allem die Anglizismen, die oft für Verwirrung sorgen. Weiterlesen

Einfache Sprache – frei geregelt

Was kennzeichnet Einfache Sprache? Sie ist für Menschen gedacht, die normale Texte nur schwer lesen oder verstehen können (vgl. ABC der Einfachen Sprache). Oft heißt es: Einfache Sprache hat keine verbindlichen Regeln – im Unterschied zur Leichten Sprache. Das stimmt zwar, da es für Leichte Sprache ein Regelwerk – oder besser: mehrere Regelwerke – gibt. Leichte Sprache wurde für und mit Menschen entwickelt, die fast gar nicht lesen können, meist infolge einer Behinderung. Doch Einfache Sprache lässt sich auch anders herleiten: aus Ratgebern für klares, verständliches Deutsch. In diesem Sinne folgt sie ausnahmslos den herkömmlichen Regeln in Grammatik und Rechtschreibung. Was also ist das Besondere an Einfacher Sprache? Wie kann sie für Menschen mit Leseschwächen ansprechend und verständlich sein? Weiterlesen

Das ultimative Blending

Brexit (Britain’s Exit) steht als lebhafter Beweis für ein sich ausbreitendes Neologismus-Phänomen, dem schon viele Namen gegeben wurden. Wir finden es unter Mischwort, Koppelwort, Kofferwort, Wortkreuzung (oder Kreuzungswort), Kombiwort, Wortverschmelzung (oder Verschmelzungswort), Wortverschränkung, Schachtelwort, Tandemwort u.v.a.m.

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Infos für alle

Wie verständlich sind Informationen in ‚einfacher‘ und ‚leichter‘ Sprache?

Wissenswertes für den Alltag sollte für viele Menschen leicht verständlich sein: ob Hinweise zur Berufswahl, Schreiben vom Amt, Ratgeber für Kunden oder Faltblätter für Ausstellungen. Immer mehr Texte dieser Art tauchen auf. Viele sind auf der Seite Einfach für alle zu finden. Da gibt es Angebote in Leichter oder leichter Sprache, leicht zu lesen, in einfacher oder Einfacher Sprache, gelegentlich mit dem Zusatz leicht verständlich oder bürgernah. Wer damit erreicht werden soll, bleibt oft beliebig. Meist sind es Menschen mit Lernbehinderungen, aber darüber hinaus auch andere, denen das Lesen schwer fällt. Wie verständlich sind nun diese Informationen? Was steht drauf, und was steckt tatsächlich drin? Weiterlesen

Beim Namen genannt

Heutige neuere Produkte und Erfindungen tragen oft merkwürdige Namen, die man eigens für sie ersonnen hat. An diversen Automarken lässt sich das gut ablesen. Es gibt sogar Firmen, die auf Namensfindungen spezialisiert sind und dazu ihre Dienste anbieten. – Anders verhält es sich dagegen bei schon länger bestehenden Erfindungen, Entdeckungen oder Produkten. Die nämlich tragen meist den Namen ihrer Schöpfer. Damit betreten wir das Feld der Deonyme und Eponyme. So haben z.B. die meisten Autos (noch) einen Otto– oder Dieselmotor, wofür auf Litfaßsäulen zuweilen noch geworben wird. Weiterlesen

Leichte Texte schnell getestet

Einblicke in das Prüfprogramm LanguageTool für Leichte Sprache

Es ist gar nicht leicht, Texte leicht lesbar zu schreiben. Doch diese Texte werden überall gebraucht (vgl. Alles klar?!). Immer mehr Menschen lernen, verständlich zu formulieren. Hilfreich ist es, einen entworfenen Text zu prüfen: Sind die wichtigsten sprachlichen Hürden beseitigt? Oder gibt es da noch schwierige Wörter, überlange Sätze und komplizierte Formulierungen? Für eine solche Prüfung gibt es Software (vgl. Einfach mal prüfen!). Sehen wir uns diesmal das Prüfprogramm LanguageTool für Leichte Sprache genauer an. Wie kann man das Prüfprogramm nutzen? Wieweit werden Verstöße gegen Regeln erkannt? Wie könnte die Textprüfung noch verbessert werden? Weiterlesen